| Taiwanesische Taifunopfer protestieren gegen Dalai Lama-Besuch |
| 2009/09/03 |
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Die Einladung des Dalai Lama durch die Demokratische Fortschrittspartei hat Proteste unter Dutzenden taiwanesischen Taifunopfern ausgelöst. Der Besuch des Dalai Lama stehe nun im Mittelpunkt, und die Opfer und Katastrophenhilfe rückten in den Hintergrund, heißt es. Dutzende von Taifunopfern in Taiwan aus dem Kreis Pingtung haben mit Spruchbändern und Rufen ihr Missfallen gegen die Einladung der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) an den Dalai Lama, die Insel zu besuchen, protestiert. "Wir müssen so viel Katastrophenhilfe und Wiederaufbauarbeit bewältigen, insbesondere was Lebensmittel, Unterkünfte und Beschäftigung betrifft. Wir brauchen ernste und dauerhafte Hilfe", so ein Demonstrant mit Nachnamen Yu. "Es ist unangebracht, den Dalai Lama zum Besuch nach Taiwan einzuladen. Das Augenmerk der Menschen hat sich von den Opfern und der Katastrophenhilfe auf seinen Besuch verlagert", meint Yu. Der stellvertretende Präsident der Kuomintang, Wu Den-yih, forderte, die DPP solle die Beziehungen zwischen dem chinesischen Festland und Taiwan nicht schädigen. "Es ist ein politischer Komplott der DPP, den Dalai Lama einzuladen. Das ist für die Öffentlichkeit leicht ersichtlich", so Wu. Die taiwanesische Zeitung United Daily News bezeichnete außerdem den Bürgermeister von Kaohsiung als "selbstsüchtige Person, die eine Brücke nach dem eigenen Überschreiten zerstört". Der Bürgermeister hatte das chinesische Festland im Mai besucht und die Unterstützung des Festlands für eine Sportveranstaltung gewonnen. Jetzt empfängt er den Dalai Lama in Taiwan, ein Schritt, der von vielen als Risiko dafür angesehen wird, dass die Beziehungen zwischen dem Festland und Taiwan geschädigt werden. Vergangenen Sonntag verurteilten zehn taiwanesische politische Organisationen die Einladung der DPP an den Dalai Lama als "unethisch" und "politisch motiviert". Rund 100 Mitglieder von der Arbeitsrechtlichen Vereinigung, der Arbeitspartei und weitern Organisationen veranstalteten vor dem Hauptsitz der DPP in Taipei eine Demonstration. |