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Chinas Familienplanung findet Anerkennung
2009/10/22

 

Chinas Politik der Familienplanung hat auf einer internationalen Konferenz vorsichtiges Lob errungen. Zwar habe die Familienplanung in China zu einer schneller alternden Bevölkerung und einem Geschlechterungleichgewicht geführt, doch habe sie andererseits Lebenserwartung, Ausbildung und Pro-Kopf-BIP verbessert.

Chinas Politik der Familienplanung hat auf einer internationalen Konferenz wegen ihres positiven Einflusses auf das Land und sogar auf die weltweite Umwelt vorsichtiges Lob errungen. "Chinas kontinuierliche Bemühungen um die Bevölkerungspolitik haben sich ausgezahlt", so Gill Greer, Generaldirektorin der Internationalen Vereinigung geplanter Elternschaft (IPPF) auf der 5. Asien-Pazifik-Konferenz über Fortpflanzungs- und Sexualgesundheit und –rechte, die am Dienstag zu Enden ging.

Seit der Einführung der Familienplanungspolitik vor 30 Jahren, die den meisten Paaren verbietet, mehr als ein Kind zu haben, sind über 400 Millionen Geburten in China verhindert worden. Während dies in China zu einer schneller alternden Bevölkerung und einer abnormal hohen Rate der Geburten von Jungen geführt hat, hat es andererseits zu bedeutenden Verbesserungen der Lebenserwartung, der Ausbildung und des Pro-Kopf-BIPs verholfen.

"Eine moralische Verantwortung unserer Generation gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern ist, das schnelle Bevölkerungswachstum zu verlangsamen, indem wir die noch nicht erreichten Anforderungen der Familienplanung erfüllen", meint Malcolm Potts, Direktor des Instituts für Gesundheit an der Universität Kalifornien-Berkeley auf der Konferenz, die gestern in Beijing zu Ende gegangen war.

In den vergangenen Jahren hat China seinen Fokus von der Kontrolle seiner Bevölkerung auf einen umfassenden Ansatz verlegt, der die Größe der Bevölkerung zusammen mit deren Qualität, Struktur und Verteilung gemeinsam betrachtet. "Chinas Programm zur Familienplanung hat bedeutend zur Stabilisierung der Weltbevölkerung, dem Umweltschutz und der Energieeinsparung beigetragen", so Zhao Baige, stellvertretender Direktor der Nationalen Kommission für Bevölkerung und Familienplanung.

Doch Greer bestand darauf, dass wenn Personen eine gute Bildung haben, die Größe der Familie innerhalb der Familie selbst bestimmt werden solle. "Wichtig ist nicht, wie viele Menschen wir auf diesem Planeten sind, sondern was wir machen – beispielsweise entscheiden, kein Auto zu fahren", so Greer. "Jedes Land hat seine eigene Politik, die allerdings an neue Situationen angepasst werden muss", meint sie.

Um seine Politik zu verbessern erlaubt das Land mittlerweile Paaren in großen Städten, die jeweils Einzelkinder sind, zwei Kinder zu haben. Trotzdem bevorzugen laut einer vor kurzem durchgeführten Studie 47 Prozent der in den Städten lebenden Chinesen immer noch, nur ein einziges Kind zu haben, und zwar hauptsächlich wegen der hohen Kosten für Kinder. Knapp 42 Prozent möchten zwei Kinder. "Die Entscheidungen der Familien und ihre Rechte auf Fortpflanzungsgesundheit sollten absolut respektiert werden", so Greer.

China verbessere kontinuierlich die Dienstleistungen für Sexual- und Fortpflanzungsgesundheit für seine riesige Bevölkerung, ergänzt sie. "Die Situation der Mutterschaft in China gehört zu den besten in der Region, und die Regierung stellt eine Menge an Verhütungsmitteln für die Öffentlichkeit bereit. In dieser Hinsicht können andere Länder von China lernen", meint Greer.

Quelle: Xinhua

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