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Interview der «L'Agefi» mit Herrn Botschafter GENG Wenbing
2018/05/24
Am 23.05.2018 gewährte Herr Botschafter GENG Wenbing dem Kolumnisten Monier von der frankophonen Zeitung «L'Agefi» ein Interview über die Sino-schweizerische wirtschaftliche Koorperation und Investionen chinesischer Unternehnen in der Schweiz. Dabei erlärte Herr Geng den chinesischen Standpunkt gegenüber zweifelnde und kritische Stimmen seitens der Schweiz.

Herr Geng deutete darauf hin, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und der Schweiz zwar mit der Festlegung der diplomatischen Beziehung der beiden Länder angefangen habe, sich aber erst nach der Reform und Öffnung Chinas in vollem Umfang entfalten habe. In den letzten Jahren biete die rasche Entwicklung der bilateralen Beziehung günstigere Rahmenbedingungen für die Wirtschafts- und Handelskoorperation zwischen den beiden Ländern. Neben dem bemerkenswerten Wachstum der Direktinvestionen gebe es immer mehr prominente chinesische Unternehmen, die Filiale oder regionale Hauptsitze in der Schweiz eröffneten. Die Zunahme der Direktflüge zwischen verschiedenen Städten beider Länder lasse die Personenaustausche vereinfachen und intensivieren. In der Zukunft würden mehr chinesische Unternehmen auf den schweizerischen Markt kommen.
Bezüglich der zweifelnden und kritischen Stimmen über die chinesischen Investitionen machte Herr Geng klar, dasszu Beginn der Reform und Öffnung ebenfalls Bedenken über ausländische Firmen, die in China Geschäft treiben wollten, erhoben worden seien. Doch die Erfolge der vergangenen 40 Jahren liessen erkennen, dass solche Bedenken überflüssig und umsonst gewesen seien. Bis heute seien mehr als 1 000 schweizerische Unternehmen in China präsent; fast alle renommierten schweizerischen Firmen hätten in China Niederlassungen sowie F & E-Zentren. Für sie stelle China den wichtigsten Markt dar. Im Vergleich dazu sei es relativ spät, als chinesische Unternehmen anfingen, Geschäfte im Ausland zu treiben. Erst in den jüngsten Zeiten komme es zu einem kleinen Aufschwung. Was die chinesischen Unternehmen in die Schweiz anziehe, seien u. a.  die günstigen Rahmenbedingungen, die dort tief verankerte Innovationsmentalität und das hohe Niveau der qualifizierten Unternehmensmanagement. Dies sei der Hauptgrund ihrer Investitionen in der Schweiz. Trotz allem gebe es momentan nur ca. 80 chinesische Unternehmen, die in der Schweiz tätig seien, deren grosser Teil private Unternehmen sei. Daher blieben der Umfang und das Spektrum der Investitionen begrenzt.  Sollte die Schweiz mehr hochwertige Investitionen aus China anziehen wollen, müssten die Unternehmer hier vorort auf ihre ambivalente Einstellung verzichten. Stattdessen sollten sie sich bemühen, eine geeignete und objektive Umgebung zu schaffen und eine aufrichtige und willkommenheissende Haltung zu zeigen.
Zum Schluss sagte Herr Geng, dass China, genau sowie die Schweiz, ein überzeugter Verfechter des Freihandels und der Globalisierung sei. Daher sollten die beiden Länder Hand in Hand gegen den Protektionismus kämpfen und die globale Handelsordnung zu bewahren.

 

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