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Teilnahme des Herrn Botschafters GENG Wenbing an der Sino-Swiss FTA Evaluation Tagung 2018 und dem Seminar über die «Belt & Road»-Kooperation
2018/09/28

Am 26.09.2018 veranstalteten die kantonale Regierung St. Gallens und das Sino Swiss Competence Center (SSCC) zusammen im Kantonsratssaal die Sino-Swiss FTA Academic Evaluation Tagung 2018 und ein Seminar über die «Belt & Road»-Kooperation. Herr Botschafter Geng Wenbing und Frau Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch (SECO) nahmen daran teil und hielten jeweils eine Rede. Des Weiteren waren mehr als 100 Leute anwesend, darunter Herr Regierungsrat Benedikt Würth, Vorsteher des Finanzdepartementes St. Gallen, Herr Regierungsrat Bruno Damann, Vorsteher des Volkswirtschaftdepartementes, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität St. Gallen sowie weitere Vertreter aus der Wirtschaft und Forschung.

In seiner Rede erklärte Herr Botschafter Geng, dass sich die gegenwärtige Sino-schweizerische Beziehung schnell entwickle und sich in der historisch besten Phase befinde. Der Sino-schweizerische Freihandelsabkommen gilt als der erste Abkommen solcher Art zwischen China und einem kontinentaleuropäischen Land. Seit der Inkraftsetzung seien die Nutzungsraten ständig angestiegen und betragen momentan über 40%. Von den möglichen Einsparungen könnten Unternehmen beider Länder profitieren, wodurch die Wirtschafts- und Handelskooperation kräftigen Anschub bekomme, auch würden Austausche in anderen Bereichen vorangetrieben. Gemäss dem Ergebniss der wissenschaftlichen Untersuchung erweise sich der Sino-schweizerische Freihandelsabkommen als eine Vereinbarung mit hoher Qualität, von dem beide Seiten profitieren könnten, und besitze dazu noch ein grosses Potenzial für weitere Verbesserung. Des Weiteren hob Herr Botschafter Geng hervor, dass China und die Schweiz für die wirtschaftliche Globalisierung sowie die Liberalisierung des Handels plädierten und den Multilaterismus verfochten. Angesichts der aktuellen Hochkonjunktur des Unilaterismus und des Protektionismus schienen die positiven Auswirkungen des FHA zwischen China und der Schweiz umso bedeutsamer. Ein weiteres Thema der Diskussion betraff die Zusammenarbeit im Rahmen der «B & R»-Initiative. Diesbezüglich sagte Herr Botschafter Geng, dass China, fünf Jahre nach der Ausformulierung der Initiative, die tiefgreifende Beteiligung der Schweiz an diesem Programm begrüsse. Schweizerische Unternehmen könnten durch ihre Beteiligung in Bereichen wie Telekommunikation und Finanzwesen die «schweizerische Qualität und den schweizerischen Wert» mitbringen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern werde dem Ausbau des FHA einen effizienten Weg bereiten.

   

Darauf erwiderte Frau Staatssekretärin Marie Gabrielle Ineichen-Fleisch, dass sich die jüngste Entwicklung der Beziehung zwischen der Schweiz und China durch Hochwertigkeit, Vielfältigkeit und Grosszügigkeit charakterisieren lasse. Dabei erzeuge der FHA bzw. seine effektive Umsetzung zahlreiche Chancen für die Kooperation und bringe enormen Profit. Im Jahr 2017 sei das bilaterale Handelsvolumen um rund 8% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Ebenfalls gelte China als ein asiatischer Standort der Investitionen für die Schweiz. Insofern betrachte die Schweiz China als einen der wichtigsten Handelspartner. Die schweizerische Regierung ermutige schweizerische Unternehmen, sich aktiv an der «B & R»-Initiative zu beteiligen. Mit dem intensivierten Personalaustausch zeigten alle Sektoren grosses Interesse an dieser Initiative, so dass es zu hoffen sei, dass die Form und der Inhalt der bilateralen Kooperation im Rahmen der Initiative bereichert werden könnten. Die Schweizer, die sich trauen, die Rolle der Pioniere zu übernehmen, seien bereit, das Entwicklung der Sino-schweizerischen Beziehung weiterhin zu fördern und den FHA auszubauen.
Während der Sitzung wurde des Weiteren der «Sino-Swiss Free Trade Agreement 2018 Academic Evaluation Report»präsentiert. Dieser Bericht, verfasst von Experten und Wissenschaftlern aus der Universität St. Gallen, der chinesischen University of International Business and Economics und der Nanjing University innerhalb 18 Monate, gilt als die allererste Analyse über die Auswirkung des Freihandelsabkommens seit dessen Inkrafttretung im Jahr 2014. Gegenstände der Untersuchung sind u. a. die erzielten Erfolge, das Potenzial der künftigen Gewinne, die Umsetzung des Freihandelsabkommens auf beiden Seiten und die positive Auswirkung auf den bilateralen Handelsverkehr. Die Bewertung der Teilnehmer über die Umsetzung des Freihandelsabkommens fällt insgesamt positiv aus und es stellt sich heraus, dass sie die Beteiligung der Schweiz an der «B & R»-Initiative unterstützen.

Während der Tagung wurde Herr Botschafter Geng von Journalisten verschiedener schweizerischen Medien interviewt, zu denen u. a. SRF, swissinfo, Radio St. Gallen und TVO zählten. Dabei beantwortete er Fragen über die «B & R»-Initiative und den Freihandelsabkommen etc..

 

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