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Arbeitsessen des Herrn Botschafters Geng Wenbing mit Medienvertretern der deutschsprachigen Schweiz
2019/03/05

Am 20.02.2019  hielt der Herr Botschafter GENG Wenbing in Zürich ein Geschäftsessen mit Medienvertretern der deutschsprachigen Schweiz. Eingeladen sind u. a. Herr Eirc Gujer, Chefredakteur der «Neuen Zürcher Zeitung», Herr Beat Gygi, Mitglied der Chefredaktion «Die Weltwoche», Herr Urs Gehriger, Auslandchef «Die Weltwoche», Herr Jan Schwalbe, Chefredakteur der «Finanz und Wirtschaft», Herr Luzi Bernet, Chefredakteur der «NZZ am Sonntag», Herr Markus Wüest, stellvertretender Chefredakteur der «Basler Zeitung» und Herr Reto Lipp, Moderator des Wirtschaftsmagazins «ECO» bei SRF. Herr Botschaftsrat Chen Peizhong wohnte dem Geschäftsessen bei.


Bezüglich des Themas Multilateralismus erklärte Herr Botschafter Geng, China sei entschiedener Verfechter des Multilateralismus und der Globalisierung und unterstütze nachdrücklich die bestehende Weltordnung. Es sei nicht als Notlösung anzusehen, sondern gehöre zu den wesentlichen Faktoren, mit deren Hilfe China den Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit vorantreiben wolle. Seit 40 Jahren betreibe China die Reform- und Öffnungspolitik ohne Unterbrechung, wobei sich die Öffnung immer verstärkt habe. Auf diese Art und Weise bemühe sich China, den Kuchen, von dem die ganze Welt profitieren könne, zusammen mit anderen Ländern gross zu backen, und somit unterstüze China die Globalisierung mit konkreten Massnahmen.


Im Gespräch kam auch die Frage über Huawei vor. Herr Botschafter Geng erwiderte darauf, dass die USA immer wieder zum Boykott gegen ausländische Unternehmen ausriefen. Dies sei ein beliebtes Instrument der USA, um technische Fortschritte aus anderen Ländern zu unterdrücken, so dass die Amerikaner die Monopolstellung in Technologie beibehalten könnten. Genauso seien sie damals gegen dem französischen Unternehmen Alstom vorgegangen. Klar zu stellen sei, dass die USA bis heute noch nie konkrete Belege zulasten Huawei vorlegen könnten. Im Gegensatz dazu gäben neulich schweizerische Telekommunikationsanbieter wie Swisscom und Sunrise, die seit ca. 10 Jahren zusammen mit Huawei gearbeitet hätten, bekannt, dass sie noch nie Problem mit Huawei hätten, noch hätten sie Sicherheitsrisiken entdeckt.  Darüber hinaus solle man erkennen, dass technische Probleme allein durch die Entwicklung neuer Technologien zu lösen seien; sie sollten nicht politisch instrumentalisiert sein.


Des Weiteren wurde über die Möglichkeit der gleich langen Spiesse für alle Marktbeteiligten, die im In- und Ausland investieren wollten. Herr Botschafter Geng erklärte, dass ausländische Investoren heutzutage in China nicht mehr als privilegierte «Superbürger» zu behandeln seien. Dazu gehörten auch schweizerische Unternehmen, die schon zu Beginn der Reform und Öffnung auf dem chinesischen Markt präsent gewesen seien und jahrzehnte lang diese Privilege genossen haben konnte. Unter den ca. 1100 in China engagierten schweizerischen Unternehmen, verzeichne 99% davon eine gute Entwicklung. Derzeit gebe es 6 schweizeirsche Industrieparks in China. Schweizerische Unternehmen seien überall in China willkommen. Auf der chinesischen Seite seien auch Entwicklungen zu beobachten. Infolge der erweiterten Öffnung im Finanzwesen gelte z. B. die UBS als die erste Auslandsbank in China, welche eine Mehrheit an einem inländischen Finaz-Joint-Venture halte. Im Vergleich dazu hätten chinesische Unternehmen ziemlich spät angefangen, Geschäft im Ausland zu treiben. Aktuell gebe es nur ca. 80 chinesische Unternehmen in der Schweiz. Sollte man von Ungleichheit sprechen, müsse man ja zugeben, dass chinesische Unternehmen sowohl in der Quantität als auch in der Entwicklungsstufe den schweizerischen Unternehmen weit unterlegen seien.


Im Anschluss beantwortete Herr Botschafter auch noch Fragen über den Handelsstreit zwischen China und den USA, die Auswirkungen der US-amerikanischen Ausspolitik auf China sowie die Entwicklungsorientierung der Sino-schweizerischen Beziehung etc.

 

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