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Geschäftsessen des Botschafters Geng Wenbing mit renommierten Unternehmern aus Romandie
2019/07/26
Am 26.06.2019 traf Herr Botschafter GENG Wenbing renommierte Unternehmer aus Genf und anderen Regionen der frankophonen Schweiz zum Geschäftsessen. Neunzehn Unternehmer aus verschiedenen Branchen, drei Geschäftsführer der chinesischen Unternehmen, Herr Yves Flückiger, Rektor der Universität Genf sowie Herr Christophe Weber, Präsident des Swiss-Chinese Chamber of Commerce (SCCC) Romandie, nahmen daran teil. Anwesend war des Weiteren Herr Wu Jingchun, Botschaftsrat für Wirtschaft und Handel.

Zunächst begrüsste Herr Botschafter alle Gäste und hielt dann eine Rede. Anschliessend führte er eingehende Austausche mit den Gästen über Themen wie die Kooperation zwischen den beiden Ländern im Bereich Wirtschaft und Handel, Entwicklungstendenz der chinesischen Wirtschaft, wichtige Reform- und Öffnungsmassnahmen und die Sino-amerikanische Beziehungen. Dabei beantwortete Herr Botschafter auch Fragen von den schweizerischen Unternehmern. Daraufhin erwiderten die Gäste, dass sie nun ein besseres Verständnis für das Geschäftsumfeld in China hätten und voller Zuversicht in der Zukunft der chinesischen Wirtscahft seien, und es liege in ihrem Wunsch, die Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen zu verstärken, wovon beide Seiten profitieren und zu einer Win-Win-Situation gelangen könnten.
 
Im Folgenden findet sich die Rede des Botschafters im vollständigen Text:
 
 
Sehr geehrte Unternehmer,
guten Abend.
Es ist mir eine grosse Freude, Sie in Genf begrüssen zu dürfen, und ich bedanke mich für Ihre Anwesenheit. Zu diesem Arbeitsessen kommen 19 schweizerische Unternehmer und 3 Vertreter der chinesischen Unternehmen auf Einladung. Des Weiteren habe ich auch Herrn Flückiger, Rektor der Universität Genf, und Herrn Weber, Präsidenten des SCCC Romandie, eingeladen. Hiermit begrüsse ich Sie alle herzlich.

Jüngst nahm Herr Bundespräsident Ueli Maurer auf Einladung des chinesischen Präsidenten XI Jinping am zweiten «Belt & Road»-Gipfelforum in Beijing (Peking) teil und stattete China einen Staatsbesuch ab. Dabei haben die beiden Staatschefs einen Zukunftsplan für Sino-schweizerische Beziehungen entworfen, in dem insbesondere die folgenden vier Punkte Ausdruck finden:

Erstens sollen wir am Konzept der Partnerschaft festhalten, die auf der Grundlage des gegenseitigen Respektes und Vertrauens aufgebaut ist. Sich gegenseitig als gleichberechtigt zu behandeln und einander Respekt zuzuweisen gelten als das Prinzip unserer Beziehungen. Deshalb sollen wir immer daran halten, und wir werden auch dieses Prinzip konsequent durchsetzen. Zweitens soll die Idee, die Rolle des mutigen Pioniers zu übernehmen, aufrechterhalten werden, denn Pionierarbeit und Innovation tragen wesentlich zum Erfolg der Sino-schweizerischen Zusammenarbeit bei. Drittens soll die offene Zusammenarbeit mit einem Win-Win-Ziel vorangetrieben werden.Die Aufrechterhaltung eines offenen und freien internationalen Handels- und Investitionsumfeldes liegt im Interesse beider Länder. Viertens sollen Austausche und das Voneinander-Lernen in humanitären Bereichen gefördert werden. Ein intensiver Personalaustausch und ein besseres Verständnis über den Anderen bilden die Grundlage der Verstärkung des Vertrauens zwischen den beiden Ländern.

Meine Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

Wie Sie wahrscheinlich mitbekommen haben, hat China in den letzten Jahren seine Öffnung deutlich erweitert, vor allem im Finanzsektor und beim Zugang zum chinesischen Markt für ausländische Investoren. Auf dem zweiten «BRI»-Gipfelforum kündigte Herr Präsident Xi Jinping weitere ausschlaggebende Reform- und Öffnungsmassnahmen an, zu denen u. a. die Ausweitung des Marktzugangs für ausländische Unternehmen, die Bestärkung der internationalen Zusammenarbeit beim Schutz des geistigen Eigentums sowie die Erhöhung der Waren- und Dienstleistungseinfuhren gehören. Dies bedeutet, dass ein sich immer weiter öffnendes China nicht nur qualitative Entwicklung der BRI vorantreiben kann, sondern auch neue Chancen für das globale Wirtschaftwachstum und die Verbesserung des Wirtschaftsmanagements schaffen wird, so dass alle Welt davon profitieren können. Andererseits zeigen solche Massnahmen auch die Entschlossenheit und die Ehrlichkeit Chinas, sich weiterhin zu öffnen. Heutzutage befindet sich China in der Übergangsphase von der quantitativen zur qualitativen Entwicklung. Der neue Öffnungsprozess, der diesmal auf einer höheren Ebene stattfindet, wird in Begleitung von konkreten Massnahmen und Versprechungen voranschreiten. China wird unbeirrt die Reform vertiefen und die Öffnung erweitern, um ein marktorientiertes, rechtstaatliches und internationalisiertes Geschäftsumfeld zu schaffen.

Hier an dieser Stelle möchte ich Ihnen gerne mitteilen, dass China grossen Wert darauf legt, die Zusammenarbeit mit der Schweiz in allen Bereichen zu erweitern und zu vertiefen. Chinesische Regierungsmitglieder haben Herrn Bundespräsidenten Maurer deutlich gesagt, China werde die Schweiz in der aktuellen Öffnung auf die Prioritätsliste setzen und alles drum herum möglichst schnell erledigen. Ich möchte Sie besonders auf das Folgende aufmerksam machen: Die chinesische verarbeitende Industrie wird zuerst ihre Tür für schweizerische Unternehmen öffnen, indem schweizerischen verarbeitenden Unternehmen Vergünstigungsprogramme in Bezug auf einer mehrheitlichen Aktienbeteiligung eingeräumt bekommen. Ich hoffe, dass schweizerische Unternehmen weiterhin mutig handeln und diese historische Chance ergreifen, um der wirtschaftlichen Kooperation zwischen China und der Schweiz neue Impulse zu geben, die neue Erfolge hervorbringen werden. Gleichzeitig hoffe ich, dass ein gutes faires und freundliches Investitionsumfeld in der Schweiz weiter besteht, so dass chinesische Unternehmen gleichberechtigt wie schweizerische Unternehmen behandelt werden können. In der gegenwärtigen internationalen Gesellschaft gibt es zunehmend Faktore der Unsicherheit. Dass China und die Schweiz ihre wirtschaftliche Kooperation ständig stärken, wird dazu beitragen, die globale Wertschöpfungskette zu verbessern und dem Welthandel sowie der Weltwirtschaft zum weiteren Wachstum zu helfen, um das Ziel zu erreichen, dass Protektionismus und Unilaterismus bekämpft werden.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit. 

 

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