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Vortrag des Botschafters Geng Wenbing an der ETH Zürich
2019/08/06
Am 23.07.2019 hielt Herr Botschafter GENG Wenbing einen Vortrag an der ETH Zürich vor Chinesinnen und Chinesen, die in der Schweiz leben bzw. studieren. Im Fokus seines Vortrages standen die Fragen über die Wurzel und die Zukunft der chinesischen Nation. Dabei erzählte er die historische Entwicklung der chinesischen Nation, die 70-jährige Geschichte der Volksrepublik China, die von unzähligen Herausforderungen und Erfolgen gekrönt ist, und den grossen chinesischen Traum, nämlich die Verjüngung der Nation. Im Anschluss beantwortete Herr Botschafter Fragen von den Anwesenden. Mehr als 200 Personen aus der deutschsprachigen Schweiz, darunter Chinesinnen und Chinesen, Studierende sowie schweizerische Freundinnen und Freunde nahmen an der Veranstaltung teil. Vor dem Beginn der Veranstaltung führte Herr Botschafter ein freundliches Gespräch mit Frau Prof. Dr. Sarah M. Springmann, Rektorin der ETH Zürich, die den Vortrag moderierte.
 
 
Im Folgenden findet sich der vollständige Text des Vortrags.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Studentinnen und Studenten,
guten Tag und herzlich willkommen.
 
Anlässlich des kommenden 70. Geburtstages der Volksrepublik China ist es mir eine grosse Freude, auf Einladung der in der Schweiz lebenden Auslandschinesinnen und Auslandschinesen sowie des Vereins chinesischer Studierenden der ETH Zürich eine Rede über China und die chinesische Nation halten zu dürfen. Die Hochschulleitung legt grossen Wert auf diese Veranstaltung.Gerade habe ich ein anregendes Gespräch mit der Rektorin Prof. Dr. Sarah M. Springman geführt. Hiermit möchte ich mich bei der Hochschulleitung bedanken, mir diese Chance geboten zu haben, und herzlichen Dank für Ihre Anwesenheit.
 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Studentinnen und Studenten, Ihnen ist wahrscheinlich schon ein Phänomen aufgefallen, dass heutzutage weltweit das Interesse für China bemerkenswert hoch ist. Medien aller Länder, insbesondere die der westlichen Länder, veröffentlichen Berichterstattungen über China und Ereignisse in China fast rund um die Uhr. Der Grund dafür? Für mich ist die Antwort selbstverständlich: Nach der langjährigen Bemühungen ist der Sozialismus in eine neue Ära eingetreten. Dies bedeutet ja, dass die chinesische Nation, die seit 1840 jahrhundertelange Not und Elend gelitten hatte, die Phasen der Unabhängigkeit bzw. nationalen Befreiung, des Erreichens des Wohlstandes bis hin zur Phase des Starkwerdens durchgangen hat, und die glänzende Zukunft der Verjüngung der Nation umarmen wird. Dies bedeutet auch, dass China wieder in Richtung der Weltbühne vorrückt, dass die chinesische Nation ihre herkömmliche Stellung unter den Völkern zurückgewinnt.
 
Warum sage ich das so? Die chinesische Nation ist eine grossartige Nation in natura. Die Bezeichnung als «kranker Mann Asiens» ist ein Etikett, das die westlichen imperialistischen Mächte der chinesischen Nation aufgezwungen haben. Dieses Etikett ist nun für immer abgerissen worden. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Studierende, lass uns einer Tatsache bewusst machen: Es gibt vier bedeutende Zivilisationen in der Geschichte der Menschheit, die von der internationalen Gemeinschaft anerkannt sind, nämlich die babylonische, die ägyptische, die indische und die chinesische Zivilisation. Doch unter allen vier ist die chinesische Zivilisation die einzige, die ohne Unterbrechung bis heute besteht. Schriftliche Aufzeichnungen reichen über 5000 Jahre zurück, die fortlaufende schriftlich nachweisbare Geschichte kann bis vor mehr als 4000 Jahren zurückverfolgt werden. Das Gedankengut der chinesischen Vorfahren, die vor 2000 Jahren gelebt haben, finden in der gegenwärtigen Gesellschaft immer noch Anwendung. Beispielsweise stammen Verhaltensregeln wie «In einer Gesellschaft von drei Menschen kann ich immer einen finden, der mein Lehrer sein könnte», oder die sog. Goldene Regel «Was man selbst nicht wünscht, das tue man anderen nicht an», von Konfuzius. Des Weiteren haben konfuzianische, daoistische sowie andere traditionelle Lehren einen tiefgreifenden Einfluss auf die Mentalität und das Verhalten der modernen Chinesen.
 
Unser Land kann auf eine jahrtausendelange glorreiche Geschichte zurückblicken, im Laufe deren die vier grossen Erfindungen, nämlich das Papier, der Buchdruck, das Schwarzpulver und der Kompass, als bedeutende Errungenschaften hervorgebracht wurden. Darüber hinaus sollte Yan di, der Yan Kaiser, die Nutzung des Feuers und der Heilpflanzen entdeckt haben, und Huang di, der Gelbe Kaiser, sollte Waffen erfunden haben (ursprünglich war er ein Kriegsgott). Beide gelten als die Urkaiser Chinas und somit die Begründer der chinesischen Kultur. All dies soll um 3000 v. Chr. geschehen sein und enorm zum Fortschritt der Menschheit beigetragen haben. Aus diesem Grund bezeichnen wir uns als Nachfahren von Yan und Huang und bilden damit die chinesische Nation. Die Nachfahren von Yan und Huang sind grossartige Menschen, sie erfanden bereits vor etwa 4000 Jahren ihre eigene Schrift, schufen zu jener Zeit eine umfassende Kultur, und vor 2000 Jahren ist die antike Seidenstrasse entstanden. Von Anfang an ist die chinesische Kultur von Offenheit und Toleranz geprägt, welche während der Tang-Dynastie (618-907) einen Höhepunkt erreichte. Später brachte Marco Polo chinesische Kultur und Technologien in den Westen, so dass er als Vermittler zwischen dem Osten und Westen angepriesen werden kann, der unerlässlich dazu beigetragen hat, dass die westliche Welt China und die chinesische Kultur kennenlernen durfte.
 
In der modernen Welt sind manche westliche Menschen immer noch der Ansicht, dass die chinesische Nation seit jeher eine arme und schwache Nation darstelle. Eine derartige Ansicht ist aber voreingenommen und jeglichem historischen Tatbestand entzogen. Jahrtausendelang erwies sich die chinesische Nation als grossartig und mächtig, deren Niedergang erst während der Qing-Dynastie (1644-1911) einsetzte. Im Jahr 1840 wurde ein umfassendes Eisenbahnnetz in England aufgebaut, was praktisch die Vollendung der (britischen) Industriellen Revolution bedeutet. In demselben Jahr zogen die Briten in einen Krieg gegen die Chinesen, welcher als der (Erste) Opiumkrieg in die Geschichtsschreibung eingegangen ist. Insofern markiert das Jahr 1840 einerseits das Aufblühen Grossbritanniens, andererseits aber den Anfang der Ära, als China zur Halbkolonie der westlichen Mächte degradiert wurde. Daher sollen wir uns es merken und das Jahr 1840 nie vergessen.
 
Seitdem begannen die Bemühungen, die chinesische Nation vor ihrem Untergang zu retten und sie zum Wiederbeleben zu bringen. Innerhalb hundert Jahren haben Chinesinnen und Chinesen unterschiedliche Methoden zur Rettung ihres Landes ausprobiert und viel Blut wurde vergossen. Unter anderem gab es Versuche, mit Hilfe einer bürgerlichen Revolution den westlichen Kapitalismus einzuführen und das westliche Modell nachzuahmen. Allerdings war keinem von denen gelungen, das Wesen der Gesellschaft als Halbkolonie zu ändern und die Bevölkerung von ihrem elenden Leben zu befreien.
 
Die Geschichte der Demütigung endete erst mit der Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949. Unsagbares Mühsal und Leid überwunden, durfte sich die chinesische Bevölkerung endlich der nationalen Unabhängigkeit und Befreiung erfreuen. In diesem Jahr feiern wir den 70. Geburtstag der Volksrepublik China. Blicken wir einmal auf die Geschichte und schauen wir mal herum, wie das Leben heute aussieht: Was für ein gemischtes Gefühl ergreift uns. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist einem sozialistischen Land gelungen, von einem der ärmstsen Ländern zur zweit grössten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen zu sein. Unsere Vorfahren sagten, dass viel Not eine Nation erneuere. Die Geschichte bezeugt und beweist die unerschütterliche Vitalität und die aussergewöhnliche Kreativität der chinesischen Nation. Seit der Gründung der Volksrpublik haben Chinesinnen und Chinesen 70 Jahre lang trotz allerlei Schwierigkeit hart nach vorne gekämpft, sie haben sich gestählt und fleissig gearbeitet. Konfrontiert mit der sich ständig ändernden internationalen Umgebung, verfolgt China unbeirrt seinen eigenen Weg. Vor 70 Jahren stand die neu gegründete Volksrepublik vor der schwierigen Aufgabe, das normale Leben wiederherzustellen und die Industrie wiederzubeleben. Die westlichen Länder aber, die den Kurs der Vereinigten Staaten folgten, boykottierten China in allen Bereichen. Selbst in einer so schwierigen Situation wichen wir nicht von unserem Weg ab. Stattdessen haben wir 30 Jahre gebraucht, um ein vollständiges grundlegendes politisches System aufzubauen, und es bildete sich ein umfassendes Industrie-, Verteidigungs- sowie Wissenschaftssystem heraus. Im Anschluss verbrachten und verbringen wir 40 Jahre mit der konsequenten Durchsetzung der Reform- und Öffnungspolitik, so dass China sich rasant entwickeln kann. Innerhalb 70 Jahren haben wir den Industrialisierungsprozess nachgeholt, der in den westlichen Ländern mehr als 200 Jahre gedauert hatte, und in einigen Bereichen sind wir sogar an die Spitze vorgedrungen.Allerdings ist die Industrialisierung Chinas noch lange nicht abgeschlossen, und unser derzeitiger Lebensstandard liegt noch unter dem der Industrieländern. Uns ist dieser Graben bewusst, und wir sind dabei aufzuholen, um den Graben zu verringern bzw. zu schliessen. So möchte ich im Folgenden Ihnen die aktuelle Situation in China vorstellen.
 
Erstens über die Wirtschaftsentwicklung: China hat sich als die zweit grösste Volkswirtschaft etabliert. Im Jahr 2018 erreichte das BIP 13.6 Billionen US-Dollar und entsprach etwa 15% der Weltwirtschaftsvolumen. Auch das Pro-Kopf-BIP ist von Jahr zu Jahr gestiegen und lag 2018 bei 10 000 US-Dollar. Selbstverständlich liegt dieser Betrag noch weit unter dem der Industrieländer, z. B. in der Schweiz beträgt das Pro-Kopf-BIP 80 000 US-Dollar. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass China ein Schwellenland mit einer Bevölkerungszahl von 1.4 Milliarden ist. Dass wir innerhalb einer kurzen Zeit dazu gekommen sind, ist das Ergebnis harter Arbeit. In den jüngsten Jahren hat China jedes Jahr mehr als 30% zum Weltwirtschaftswachstum beigetragen und ist zum Hauptmotor der Weltwirtschaft geworden. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit sowie die Innovation Chinas haben erheblich zugenommen. Wichtige wissenschaftliche und technologische Errungenschaften wie Tiangong (Raumstation),  Jiaolong (bemanntes Forschungs-U-Boot), FAST (Fivehundred Meter Aperture Spherical Radio Telescope), Sikong (Drohnen–Management-Plattform), Mozi (Quantensatellit) und ein zweistrahliges Passagierflugzeug (Comac C919) kommen eins nach dem anderen heraus. Zudem verfügt China über die weltweit beste UHV-Technologie, die besten intelligenten Stromnetze (Smart-Grid-Network) sowie eine eigenständig entwickelte 5G-Technologie. In China werden gigantische Projekte durchgeführt, wie z. B. Bau von Wasserkraftwerk, Kohlekraftwerk und der vierten Generation des Atomkraftwerkes, Erstellung der Hochgeschwindigkeitzüge sowie die Einrichtung der Hong Kong-Zhuhai-Macau-Brücke. Auf dem Gebiet der Spitzentechnologie, zu der Tarnkappenflugzeuge (Stealthflugzeuge), grosse Transportflugzeuge, Quantenkommunikation, Hochleistungsrechner und  Beidou Satellitennavigation etc. gehören, spielen Chinesen weltweit die führende Rolle. Ich glaube, dass Sie die rasante Entwicklung Chinas hautnah erleben können, wenn Sie mal zurück nach China fahren. Wenn Sie jedes Jahr einmal zurück fliegen, werden Sie viele neue Sachen kennenlernen müssen, vor allem im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Sie hätten wahrscheinlich das Gefühl, nicht mit dem Rhythmus der Entwicklung Schritt halten zu können. Wenn Sie alle paar Jahre einmal zurückfahren, werden Sie so viel verpassen, dass Sie sich out fühlen. In den Metropolen hat sich die KI-Technologie so weit entwickelt, dass man nur ein Handy mitnehmen muss, um überall hin zu fahren und alles zu erledigen. Und das kann man nur in China erleben.
 
Allerdings stellt keines von dem, was ich oben erzählt habe, den wichtigsten Erfolg dar, den China in den letzten 70 Jahren erzielt hat. Die grösste und die bedeutendeste Errungenschaft unseren Landes besteht darin, mehr als 700 Millionen Menschen aus der absoluten Armut befreit zu haben und die letzten in Armut lebenden 10 Millionen Menschen bis Ende des laufendes Jahres davon zu befreien. Das heisst, die chinesische Regierung hat zum Ziel, das Land bis zum nächsten Jahr in den Zustand ohne absolute Armut zu bringen, wo kein Einziger unter Armut leiden muss. Allein diese Leistung wird in die Geschichte der Menschheit eingehen.
 
Zweitens über das soziale System und das Entwicklungsmodell: Der Sozialismus chinesischer Prägung ist in eine neue Ära eingetreten. Wie wir alle wissen, hat die Hochkonjunktur der chinesischen Wirtschaft ihre Wurzel in der Einführung der Reform und Öffnung. Was man dabei nicht vernachlässigen soll, ist die Tatsache, dass die Reform- und Öffnungspolitik nicht der alleinige Faktor ist, das zur 40jährigen rasanten Entwicklung beigetragen hat. Ein weiterer, genauso wichtiger Faktor ist, dass China ein Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell gefunden hat, das den nationalen Begebenheiten entspricht, und wir halten daran fest. In den letzten Zeiten haben Sie wahrscheinlich in den westlichen Medien gelesen, dass manche Europäer China als «systematische Rivale» bezeichnen. Die zeigt von der anderen Seite die Fortschrittlichkeit und die Überlegenheit des aktuellen chinesischen Systems, das des Status des «systematischen Rivalen» würdig ist. In Bezug auf die Verbesserung des Regierens der Kommunistischen Partei Chinas möchte ich Ihnen empfehlen, den Bericht des Präsidenten Xi Jinping auf dem 19. Parteitag zu lesen. Lesen Sie den Bericht sorgfältig und so oft wie möglich, werden Sie ihn zu schätzen wissen. Vor einigen Monaten hat mir ein schweizerischer  Unternehmer eine Frage gestellt: Er hat einen Chinesen als seinen Investitionsberater eingestellt, konnte aber nicht beurteilen, wie gut dieser Chinese das Land und die Situation dort kannte. So fragte er mich, wie er seinen Angestellten prüfen sollte. Ich gab dem Unternehmer den Vorschlag, dass er den Bericht des 19. Parteitages selber durchlesen und dann diesem Angestellten Fragen stellen sollte. Wäre er nicht vertraut mit diesem Bericht, bedeutete es, dass er den Entwicklungsplan Chinas nicht gut auskännte und daher kein guter Betrater sein könnte. Denn der Bericht gibt einen klaren Ausblick auf den zukünftigen Entwicklungsplan des Landes.
 
Drittens über die internationale Position: Mit der Erhöhung der Comprehensive National Power(umfassenden nationalen Stärke) Chinas nimmt der Einfluss auf die Welt unweigerlich zu. Zudem möchten wir gerne mit Hilfe der chinesischen Weisheit zur Lösung der internationalen Probleme und zur Entwicklung der Menschheit beitragen. Die von China vorgebrachten Konzepte wie das globale Management, das Balancieren zwischen dem Aufrechterhalten der Gerechtigkeit und der Berücksichtigung der Interessen, die Entwicklung, Sicherheit, Kooperation, Globalisierung, neuartige internationale Beziehungen sowie der Aufbau der Schicksalsgemeinschaft der Menschheit etc. gewinnen weltweit zunehmend Aufmerksamkeit und werden von immer mehr Ländern anerkannt. Bei wichtigen internationalen Anliegen findet der chinesische Standpunkt mehr Gehör, und die Welt freut sich auf ein chinesisches Programm. Die chinesische Belt & Road Initiative (Abk.: BRI) wird von mehr als 160 Ländern sowie internationalen Organisationen unterstützt, sie beteiligen sich aktiv daran. Zu Beginn gab es noch Länder, die pessimistisch über die Zukunft der Initiative waren oder diese gar zu diffamieren versuchten. Nun erkennen sie an, dass die BRI die grösste Plattform für internationale Kooperation und ein weit und breit begrüsstes öffentliches Gut darstellt.
 
Der dialektische Materialismus belehrt uns, dass die Triebkraft der Entwicklung der Widerspruch zwischen dualen Polen ist, dass die jeweilige Entwicklung einer bestimmten Ebene nicht aus einem harmonischen Fortschreiten resultiert, sondern durch den Konflikt und die Aktualisierung der jeweiligen, den entsprechenden Phänomenen innewohnenden Gegensätzlichkeitenentsteht.Dies bedeutet, dass unser Land während der Entwicklung auf verschiedene Schwierigkeiten oder gar Hindernisse stossen wird. Wir können all das als «Probleme des Erwachsenwerdens» bezeichnen. So welche Probleme haben wir im Moment?
 
Innenpolitisch gesehen gibt es zwei Faktoren: Erstens befindet sich China in einer kritischen Übergangsphase hin zu einem einkommensstarken Land, die Wirtschaft durchlebt gerade eine strukturelle Umwandlung, die Reform tritt ebenfalls in eine kritische und schwierige Phase ein. Obwohl sich China schon zur zweit grössten Volkswirtschaft entwickelt hat, weist die inländische Entwicklung Ungleichmässigkeit auf. Das Pro-Kopf-BIP beträgt etwa 10 000 US-Dollar, entspricht nur 1/7 dessen der USA bzw. 1/4 dessen der EU und befindetsich auf der Rankingliste hinter Platz 70. Zudem sind wir uns mit der Herausforderung der sog. «Falle des mittleren Einkommens» konfrontiert. Zweitens habe ich gerade noch erwähnt, dass in China noch eine grosse Anzahl Menschen in Armut lebt. Um das Ziel zu erreichen, dass der Aufbau einer umfassenden wohlhabenden Gesellschaft erfolgreich abzuschliessen, gibt es noch einen langen Weg zu gehen. Hinzu kommt auch noch, dass die Ungleichheit in Entwicklung zwischen städtischen und ländlichen Regionen immer noch beachtlich ist.
 
Was externe Rahmenbedingungen angeht, müssen wir einsehen, dass die Welt sich in einer beispiellosen Umwandlungsphase befindet, während deren internationale Interessen sich eng miteinander verwoben haben. Während der Einfluss Chinas auf die Welt deutlich stärker wird, beeinflussen externe Veränderungen wiederum die inländische Entwicklung, die für die Reform und Stabilität von massgeblicher Bedeutung ist. Im Bereich der Politik verstärkt sich die Konkurrenz zwischen Grossmächten: Die Vereinigten Staaten sehen in China den strategischen Hauptkonkurrenten und geben immer wieder zu erkennen, dass die Konfrontation zwischen Grossmächten weiterhin verschärft wird. Westliche Länder nutzen ihre Rechte zur Festsetzung von Spielregeln sowie Diskussionsthemen, um die Entwicklungsrichtung in internationalen Angelegenheiten zu manipulieren und somit chinesische Interessen zu beeinträchtigen. Dagegen hat China sich erst seit Kurzem am Globalisierungsprozess beteiligt, was dazu führt, dass seine Erfahrungen und Leistungsfähigkeiten noch weit entfernt von den der westlichen Länder liegen. Darüber hinaus fehlt es uns das Recht zum Diskurs in der Reform der Weltordnung. In den jüngsten Zeiten erlebt die De-Globalisierung-Bewegung einen Aufschwung, Populismus und Nationalismus sind wieder weit beliebt geworden. Unter diesen Umständen wird China oft zur Zielscheibe einiger Länder, die ihre internen Probleme nach aussen zu lagern versuchen. Im Bereich der Wirtschaft sind chinesische Interessen überall in der Welt vertreten. Investitionen im Ausland werden stark von den lokal politischen sowie sicherheitspolitischen Situationen beeinflusst. Sollte an einem Ort Turbulenz vorherrschen, werden auch unsere eigenen Interessen und die Sicherheit der Chinesinnen und Chinesen–seien sie dort niedergelassen oder nur Touristen–grossen Risiken ausgesetzt. Vielleicht können Sie sich noch dran erinnern, dass wir die Evakuierungsoperationen in Libyen und im Jemen durchgeführt haben, dass wir die von Naturkatastrophen bedrohten Touristen aus Bali und Japan zurückgeholt haben. Solche Operationen zeigen zum Einen, dass die chinesische Regierung grossen Wert auf den Schutz des Lebens und der Interessen der Bevölkerung legt, zum Anderen den zunehmenden Einfluss der regionalen Sicherheit auf unser Land. Mit dem Aufstieg Chinas kommt aber die Toleranz der westlichen Länder an die Grenze, sodass die Interessenkonflikte zwischen ihnen und China ständig zunehmen. Als Reaktion darauf erlassen die Vereinigten Staaten und europäischen Länder immer mehr restriktive Handels-sowie Investitionsregelungen gegenüber China. Im Bereich der Sicherheitspolitik sind konventionelle und unkonventionelle Sicherheitsprobleme miteinander verflochten und führen zu Bedrohungen und Gefahren, die nicht zu verschwinden scheinen. Neuartige Sicherheitsfragen wie Terrorismus und Cyberattacken gewinnen immer mehr an Bedeutung, wobei terroritische Aktivitäten in subtileren und vielfältigeren Erscheinungsformen vorkommen können. So sieht sich China einem grösseren Druck zur Terrorimusbekämpfung ausgesetzt. Im Bereich der Ideologie schmieden westliche Länder unermüdlich Verschwörungstheorien wie «China als Bedrohung» oder das «Sharp Power»-Konzept, und verleumden China, dass das Land das chinesische Modell unter dem Vorwand der wirtschaftlichen Zusammenarbeit oder kulturellen Austausche zu exportieren versuche. Damit möchten sie China Steine in den Weg legen. Dies alles zeigt, dass die Mentalität des Kalten Krieges und des Nullsummenspiels heute immer noch funktioniert.
 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Studierende, wie ich vorher erwähnt habe, die Welt befindet sich in einer beispiellosen Umwandlungsphase. Vom heutigen Standpunkt gesehen müssen einige bestehende Schranken niedergerissen werden, und es nützt nicht, Widersprüche oder Probleme zu verbergen. Herr Deng Xiaoping hat einmal gesagt: «Es gibt in dieser Welt viele Widersprüche und Auseinandersetzungen, die nicht einfach zu bewältigen sind. Einige tiefgreifende Auseinandersetzungen sind gerade aufgedeckt. Diejenigen, die zu unserem Nutzen kommen können, existieren; auch die für uns günstigen Rahmenbedingungen existieren. Die Chancen sind da, und der Punkt ist, dass wir die Chancen rechtzeitig erkennen und erfasse». Die Frage ist, wie China in Zukunft die neuen Chancen nutzen kann. Anders gesagt, wie soll China sich künftig entwickeln?
 
Innenpolitisch gesehen müssen wir den Optimierungsprozess der Wirtschaftstruktur beschleunigen. In den letzten Jahren haben die Industrieländer die Reindustrialisierung ins Programm aufgenommen und holen die High End-Produktion zurück ins Land. Parallel dazu nutzen einige Schwellenländer ihre relativen Vorteile in der Produktion im mittleren und unteren Segment und ziehen Fertigungsfabriken zu sich. Um diese Herausforderung zu bewältigen, müssen wir möglichst schnell die Wirtschaftsstruktur optimieren. China verfügt über ein komplettes Industriesystem, eine zunehmend ausgefeilte Infrastruktur und zahlreiche hochqualifizierte Fachkräfte. Zudem bilden die 1.4 Milliarden Einwohner/innen, darunter die weltweit grösste Gruppe mit mittlerem Einkommen, einen starken Binnenmarkt, auf dem die Konsumstruktur sich kontinuierlich verbessert. China ist in der Lage, die neuen Chancen zu nutzen, um die Struktur zu optimieren, traditionelle Industrien zu transformieren, die Realwirtschaft zu verbessern und ein modernes Wirtschaftssystem aufzubauen, das der qualitativen und zukunftsorientierten Entwicklung zunutze wird.
 
Zweitens müssen wir wissenschaftliche und technologische Innovationen vorantreiben. Wissenschaft und Technologie sind die wichtigsten Produktionsmittel, Innovation die Haupttreibkraft. Nach jahrelangen Bemühungen sind wir in diesem Bereich von «Nachfolgern» zu «Führenden» geworden. Einige Indikatoren der chinesischen Innovationsleistungen liegen schon sehr nah an denen der Innovationsländer. Die Grundlage und die Voraussetzungen für weitere Verbesserung sind also bereitgestellt. Jetzt beschränken die Vereinigten Staaten den Export von Hochtechnologien nach China und verhindern Austausche zwischen Wissenschaftlern beider Länder. Dies wird uns zwar Schwierigkeiten bereiten, aber auch anregen und ermutigen, uns schnell einzuholen und unsere Schwäche zu beseitigen. In Bereichen Künstliche Intelligenz, Quantenkommunikation, Biowissenschaft und 5G-Technologie etc. haben chinesische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine solide Grundlage geschafft. 170 Millionen Menschen haben entweder Hochschulabschlüsse oder berufliche Zertifikate und besitzen daher grosses Potenzial. Unsere Stärke in Big Data ermöglicht uns, bei der Innovation und praktischen Anwendung der KI weltweit die Führung zu übernehmen und daraus ein neues Wirtschaftsmodell zu kreieren. All dies kann dazu beitragen, dass wir die neuen Chancen der wissenschaftlichen und technologischen Innovationen nutzen und Durchbrüche bei den Kerntechnologien erzielen.
 
Drittens müssen wir die Reform und Öffnung weiterhin vertiefen. Interne und internationale Veränderungen stellen höhere Anforderungen an Reform und Öffnung, die einerseits als Druck und Herausforderung, andererseits aber auch als Motivation und Chance wahrgenommen werden können. International gesehen fängt eine neue Phase der Globalisierung an, die durch aussergewöhnlichen Wettbewerb gekennzeichnet ist. Die innenpolitische Situation ist ebenfalls kompliziert: Die angebotsseitige Strukturreform soll dringend durchgeführt werden.Während hoch qualitative Produkte und Dienstleistungen an mangelhaftem Angebot leiden, sind Überkapazitäten in einigen anderen Branchen zu beobachten.Die Verschuldungsquote steigt stets an, die Realwirtschaft hat aber immer noch Schwierigkeiten, Finanzierung zu finden. Der Immobilienmarkt steht nicht im Gleichgewicht mit der Realwirtschaft, und die Volkswirtschaft hat noch nicht einen vollständigen positiven Kreislauf verwirklicht. All dies gibt uns die Aufforderung, die Öffnung nach aussen auf ein höheres Niveau zu bringen, und die Reform nach innen zu vertiefen und Durchbrüche zu erzielen. Die aktuellen Umstände stellen neben der Herausforderung auch eine rare historische Chance dar. Soll es uns gelingen, diese Chance zu nutzen, die Reform schneller voranzutreiben und die Öffnung zu erweitern, können wir eine beachtliche Verbesserung der Produktivität erzielen.
 
Nach Aussen werden wir auf dem Weg der friedlichen Entwicklung bleiben. Dass China von Anfang an unbeirrt den Weg der friedlichen Entwicklung aufgeschlagen hat, ist eine strategische Entscheidung auf Grund der Anlayse der sozialen Rahmenbedingungen, der Hauptströmung der Weltentwicklung, der historischen Stellung und der nationalen Begebenheiten unseren eigenen Landes. Dabei werden die Entwicklungsschritte seit der Reform und Öffnung und Erfolge bzw. Misserfolge anderer Länder gründlich untersucht. Nur wenn China daran festhält, ist es möglich, sich in einem friedlichen und stabilen Umfeld zu entwickeln und damit den Weltfrieden zu bewahren. Auf dieser Grundlage wird das Comprehensive National Power ständig verbessert, die Bevölkerung wird von den Früchten der Entwicklung profitieren und die materiellen sowie sozialen Rahmenbedingungen für weitere friedliche Entwicklung werden gefestigt. Dass China den Weg der friedlichen Entwicklung verfolgt, ist auch die chinesische Antwort auf die internationale Gemeinschaft, die sich Sorge um die Entwicklungsrichtung Chinas macht. Zugleich spiegelt sich darin das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein der chinesischen Bevölkerung wider. Präsident Xi Jinping hat einmal gesagt: Möchte sich ein Land entwickeln und gedeihen, muss es die Hauptströmung der Weltentwicklung erkennen und sich dementsprechend verhalten. Ansonsten wird es von der Entwicklung ausgeschlossen. Was ist die Hauptströmung der gegenwärtigen Welt? Es gibt eine einzige Antwort dazu, nämlich Frieden, Entwicklung, Kooperationen um eine Win-Win-Situation zu erreichen. Daher wird China unbeirrt den Weg der friedlichen Entwicklung folgen.
 
Wir werden den Aufbau neuer internationaler Beziehungen vorantreiben. Als ein integrierter Teil des Sozialismus chinesischer Prägung in der neuen Ära wurde die Förderung des Aufbaus neuer internationaler Beziehungen offiziell in den Bericht des 19. Parteitages aufgenommen. Laut dem Bericht wird China grossen Wert auf Frieden, Entwicklung, Kooperationen und auf die Win-Win-Situation legen, und sich fest an den aussenpolitischen Prinzipien halten, zu denen die Wahrung des Weltfriedens und die Förderung der gemeinsamen Entwicklung zählen. Wir werden die freundliche Zusammenarbeit mit anderen Ländern auf der Grundlage der fünf Prinzipien des friedlichen Zusammenlebens entwickeln und den Aufbau neuer internationaler Beziehungen, geprägt von gegenseitigem Respekt, Fairness und Gerechtigkeit, Kooperation und eine Win-Win-Situation, vorantreiben. Dabei bildet der gegenseitige Respekt die Grundlage, Fairness und Gerechtigkeit sind normative Rahmenbedingungen, und Kooperation sowie eine Win-Win-Situation zu erreichen stellen die Hauptziele dar. In diesem Konzept sind traditionelle chinesische Kultur und der Zeitgeist idealerweise vereinigt. Es zeigt die grundlegenden Ideen des zwischenmenschlichen Umganges in der chinesischen Tradition, die durch Regel wie z. B. «Was du selbst nicht wünschst, das tue auch anderen nicht an» und «Was den Sittlichen anlangt, so festigt er andere, da er selbst wünscht, gefestigt zu sein, und klärt andere auf, da er selbst wünscht, aufgeklärt zu sein» (Now the man of perfect virtue, wishing to be established himself, seeks also to establish others; wishing to be enlarged himself, he seeks also to enlarge others.) gekennzeichnet sind; die Offenheit der chinesischen Kultur, die nach der «Koexistenz von Allem in Harmonie» (make all nations live together peacefully) strebt, denn «eine köstliche Suppe wird aus verschiedenen Zutaten zubereitet» (Delicious soup is made by combining different ingredients. Diversity of human civilizations not only defines our world, but also drives progress of mankind). ; und nicht zuletzt die Weltgewandtheit unserer Politik, die daran festhält, «Wird der Grosse Weg durchgesetzt, soll jeder Mensch ein Teil der öffentlichen Gesellschaft sein, und die öffentlichen Gesellschaft gehört allen». Die chinesische Bevölkerung weiss aus eigenen Erfahrungen, dass eine gerechte Regierung mehr Unterstützung anziehen kann und die Kooperation zur Win-Win-Situation führen kann.« To him who holds in his hands the Great Image (of the invisible Tao), the whole world repairs» (Dao De Jing, Kapitel 35, Übersetzung von James Legge). Ich bin überzeugt, dass eine gleichberechtigte, integrative und nachhaltige Weltordnung immer klarere Konturen annimmt, je weiter diese neuartige internationale Beziehung allgemein anerkannt und praktiziert wird.
 
Wir werden den Aufbau der Schicksalsgemeinschaft der Menschheit fördern. Präsident Xi Jinping brachte das Konzept der Schicksalsgemeinschaft der Menschheit vor, um der Entwicklung und der Zukunft der Welt ein chinesisches Programm zu bieten. Dieses Konzept wird von der internationalen Gemeinschaft befürwortet, hoch geschätzt und von den Vereinten Nationen akzeptiert. Das Wesen einer solchen Schicksalsgemeinschaft umfasst ein breites Spektrum, u. a. heisst das, man soll eine Welt aufbauen, die durch dauerhaften Frieden, allgemeine Sicherheit, gemeinsame Prosperität sowie Offenheit und Inklusion gekennzeichnet, sauber und schön sei. Aus politischem Aspekt sollen Länder einander als Gleiche behandeln, sich gemeinsam beraten und wechselseitiges Verständnis zeigen. Die Mentalität des Kalten Krieges in all ihren Erscheinungsformen soll aufgegeben werden, stattdessen soll Austausch zwischen Zivilisationen gesteigert werden. Dabei sollen Partnerschaften gegründet, aber keine Allianz geschlossen werden. Im Hinblick auf die Sicherheitspolitik plädiert das Konzept, Streitigkeiten mit Hilfe der Dialoge beizulegen, Auseinandersetzungen durch Beratung zu verhandeln, konventionelle sowie unkonventionelle Sicherheitsrisiken durch Koordination zu vermindern und den Terrorismus in allen Formen zu bekämpfen. Im Bereich Wirtschaft wird die Liberalisiserung des Handels und der Investition hervorgehoben, und die Globalisierung soll in Richtung mehr Offenheit, Inklusion, wechselseitiger Vorteil, Gleichgewicht und Win-Win-Situation vorangetrieben werden. Im Bereich Kultur befürwortet es den Respekt vor der Vielfalt der Zivilisationen, die Verfremdung soll durch Austausche überwunden werden, das gegenseitige Lernen soll das «crash of civilizations» ersetzen, und die Koexistenz verschiedenen Zivilisationen soll das Überlegenheitsgefühl vertreiben. Last but not least soll ein gesundes globales Ökoumfeld geschaffen und aufrechterhalten werden, wobei alle Länder zusammenarbeiten sollen, um des Klimawandels Herr zu werden. Der Aufbau der Schicksalsgemeinschaft entspricht der Hauptströmung der Entwicklung und dem Zeitgeist. Das Konzept hat einen tiefgreifenden Einfluss nicht nur auf China, sondern auch auf die ganze Welt.
 
Hiermit möchte ich auch erwähnen, dass eine weitere unabdingbare Bedingung erfüllt werden soll, um die Verjüngung der chinesischen Nation zu verwirklichen. Damit meine ich die Fachkräfte. Denn der Wettbewerb der nationalen Stärke ist letztendlich der Wettbewerb der qualifizierten Fachkräfte, die eine wichtige Ressource für die Entwicklung des Landes darstellen. In China vollzieht sich gerade ein Umwandlungsprozess, dass die quantitativen Arbeitskräfte zu qualifizierten Fachkräften werden. Mit dem Aufbau eines international wettbewerbsfähigen Personalsystem werden wir Hochqualifizierte von aller Welt zu uns anziehen und ihnen eine Plattform für ihre Leistungen bieten.
 
Allerdings verlange ich nicht von Ihnen, nach Ihrem Studiumabschluss zurück nach China zu kommen. Angesichts der weitentwickelten Globalisierung ist der Personalaustausch auf der internationalen Ebene ein alltägliches Phänomen. Öffnen wir das Land, so können wir die Welt geniessen. Wir freuen uns sehr, dass Chinesinnen und Chinesen wichtige Positionen in aller Welt innehaben dürfen, und wir sind auch bereit, Auländerinnen und Ausländer, die an der Entwicklung Chinas teilhaben möchten, bei uns im Lande zu begrüssen.
 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Studierende,
wie ein chinesischer Spruch besagt, «Wird der Grosse Weg durchgesetzt, soll jeder Mensch ein Teil der öffentlichen Gesellschaft sein, und die öffentlichen Gesellschaft gehört allen». Unser Land umfasst eine Fläche von mehr als 9.6 Millionen Quadratkilometer, unsere 5000jährige Kultur schenkt uns reichliche Nährstoffe für das Leben, und die 1.4 Milliarden Menschen in Solidarität bilden eine unübersebare Macht. Auf der breiten Weltbühne hält China, ein Land mit dem grossartigen historischen Erbe und der starken Willenskraft, an seinem eigenen Entwicklungsweg fest. Wir Chinesinnen und Chinesen werden weiterhin hart arbeiten, der chinesische Traum der Verjüngung der chinesische Nation wird in der näheren Zukunft verwirklichen. Gleichzeitig wird China der globalen Entwicklung neue Impulse geben und weitere Beiträge zum Fortschritt und zur Prosperität der menschlichen Gesellschaft leisten.
 
Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einige Ratschläge geben. Die Schweiz ist zwar ein relativ sicheres Land, aber es gibt immer noch Risiken und unvorhersebare Faktoren, die Gefahren bringen können. So sollen Sie, als Studenten oder Arbeitende, auf Ihre eigene Sicherheit sowie Ihr Eigentum achten. Andererseits sollen Sie, da Sie nun in einem fremden Land leben, die hiesigen Gesetze einhalten und sich in diese Gesellschaft integrieren. Damit können Sie zur Weiterentwicklung der Freundschaft zwischen den beiden Ländern beitragen. Ich wünsche Ihnen allen viel Erfolg im Studium und in der Arbeit, und wünsche, dass Sie alle ein glückliches Leben in der Schweiz führen.
 
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Im Anschluss werde ich gerne Ihre Fragen beantworten.
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