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Massive Urbanisierung könnte globale Wirtschaft ankurbeln
2012/09/10

Einem Bericht zufolge kann massive Verstädterung in aufstrebenden Ländern wie China für enorme Vitalität der Weltwirtschaft sorgen – trotz des schwachen Wachstums in den Städten der entwickelten Welt.

Eine von McKinsey Global Institute am 7. September veröffentlichte Studie kommt zu der Einschätzung, bis zum Jahr 2025 könnten städtische Verbraucher der Weltwirtschaft wahrscheinlich etwa 15,8 Billionen Euro zusätzlichen Konsum bescheren. Rund elf Billionen Euro davon könnten aus den großen Städten der Schwellenländer kommen.

Die Erfüllung der wachsenden Nachfrage der städtischen Verbraucher erfordere einen Boom bei der Errichtung von Gebäuden und Infrastruktur, so der Bericht, mit dem Titel "Urbane Welt: Städte und der Aufstieg der Verbraucherklasse". McKinsey schätzt, dass Städte ihre jährlichen Investitionen mehr als verdoppeln müssen, von gegenwärtig fast 7,9 Billionen Euro auf mehr als 15,8 Billionen Euro im Jahr 2025.

Chinesische Städten allein werden Investitionen von 19,7 Billionen Euro oder 32 Prozent der globalen Gesamtmenge erfordern. Die Verstädterung werde in den Schwellenländern schneller als in den entwickelten Volkswirtschaften vonstatten gehen, so der Bericht. Weltweit sei zu erwarten, dass 440 Städte aus den Schwellenländern fast die Hälfte des weltweiten Stadtwachstums zwischen 2010 und 2025 ausmachen. Davon befinden sich 242 Städte in China, so der Bericht, und bis zum Jahr 2025 könnten diese chinesischen Städte ein Viertel des globalen Stadtwachstums ausmachen.

Zwischen 2007 und 2010 gesellten sich die drei chinesischen Städte Tianjin, Guangzhou und Shenzhen Beijing und Shanghai als Mega-Städte mit einer Bevölkerung von mehr als zehn Millionen zu.

Falls das derzeitige Tempo anhalte, werde Chinas städtische Bevölkerung von etwa 570 Millionen im Jahr 2005 auf 925 Millionen im Jahr 2025 anwachsen, eine Wanderungsbewegung, die zahlenmäßig "mehr Menschen als die gesamte derzeitige Bevölkerung der Vereinigten Staaten" umfasst, so der Bericht.

Die Verschiebung des Gewichts auf die Städte verändere auch das Gleichgewicht der Weltwirtschaft, und die Regierungen, Investoren und Unternehmen sollten sicherstellen, dass sie das begriffen haben und darauf reagieren können, sagte Jonathan Woetzel, Bürodirektor von McKinsey & Co Greater China.

Um ihren neuen städtischen Verbrauchern gerecht zu werden, müssten die Städte erhebliche Investitionen in Infrastruktur tätigen. Der Anstieg im Aufbau von Kapazitäten in den Städten werde eine weitere Belastung der Natur- und Kapitalressourcen bedeuten, fügte er hinzu. "Falls effektiv verwaltet, ist das eine große Chance nicht nur für Investoren, sondern auch, um eine größere Produktivität der Ressourcen für einen längeren Zeitraum zu erreichen", sagte er.

Quelle: german.china.org.cn

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