Home > Wirtschaft und Handel
China erlaubt höhere ausländische Anteile an Wertpapierhandelsfirmen
2012/10/19

Die Chinesische Wertpapieraufsichtskommission CSRC erlaubt seit Dienstag, dass ausländische Investoren höhere Anteile an den chinesischen Wertpapierhandelsfirmen halten. Dies ist die neueste Maßnahme, Kontrollen von Auslandsinvestitionen in der Finanzindustrie zu lockern.

Ausländische Investoren dürfen nun 49 Prozent Anteile an Gemeinschafts-Wertpapierunternehmen halten, zuvor war es ein Drittel, heißt es in einer Stellungnahme der CSRC. Mindestens ein chinesischer Investor muss einen Anteil von mindestens 49 Prozent an einem solchen Wertpapierunternehmen halten, aber die Beschränkung gilt nicht für gelistete Wertpapierunternehmen, heißt es von der CSRC. In einer anderen Stellungnahme erklärte die CSRC, dass Wertpapierunternehmen, einschließlich Jointventures, eine Erlaubnis beantragen können, um ihr Geschäft zwei Jahre nach der Inbetriebnahme in China auszuweiten. Zuvor hatte der Zeitraum fünf Jahre betragen.

Die Änderung der Politik trat am Dienstag in Kraft und folgte auf andere Maßnahmen der chinesischen Regierung, um die Finanzmärkte des Landes weiter zu öffnen und Beschränkungen gegenüber ausländischen Investoren zu lockern. Im Juli hatte die chinesische Regierung die Schwelle für Qualified Foreign Institutional Investors (QFIIs) gesenkt und erlaubt ihnen seitdem, einen Anteil von 30 Prozent an einem gelisteten Unternehmen zu halten, im Vergleich zu einer vorherigen Beschränkung eines Anteils von 20 Prozent. Die Regierung beschleunigt außerdem seit Anfang 2012 QFII-Genehmigungen und erhöhte die Gesamt-QFII-Quoten auf 80 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu vorigen 30 Milliarden US-Dollar. Sieben weitere QFIIs wurden im September genehmigt, womit die Gesamtzahl der QFIIs in China auf 188 stieg, teilte die CSRC am Dienstag mit. China hatte sein QFII-Programm 2002 begonnen, um es ausländischen Investoren zu ermöglichen, Investitionen in Chinas Aktienmarkt unter einer vordefinierten Investitionsquote von zehn Milliarden US-Dollar zu machen.

Quelle: german.china.org.cn

Suggest to a friend:   
       Print