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Wendepunkt in der Geschichte Chinas
Gastkommentar von Frau Botschafterin Xu Jinghu in NZZ am 04. September 2015
2015/09/04

 
Dieses Jahr ist das 70. Jubiläum des weltweiten Krieges gegen den Faschismus und des Sieges im Widerstandskrieg des chinesischen Volkes gegen die japanische Aggression.

Der Zweite Weltkrieg, durch den Faschismus provoziert und getrieben, zog mehr als 80 Länder und 2 Milliarden Menschen auf der Welt in die grösste Katastrophe der menschlichen Geschichte hinein. Alle friedliebenden Länder und Menschen gingen vereint in den blutigen Kampf gegen die Faschisten, um den Frieden wiederherzustellen. Der Sieg im Zweiten Weltkrieg ist ein Sieg der Gerechtigkeit gegen Übel, des Lichtes gegen Finsternis und der revolutionären Kräfte gegen reaktionäre Kräfte.

Anlässlich des 70. Jubiläums des Endes des weltweiten Krieges gegen den Faschismus sind in vielen Länder zahlreiche Veranstaltungen zum Gedenken an die Menschen, die sich für den Frieden und die Gerechtigkeit selbstlos eingesetzt haben, und die Kriegsopfer abgehalten worden, um die heutige Weltgemeinschaft daran zu erinnern, den hart erkämpften Frieden zu schätzen und bewahren.

China war der Hauptschauplatz des weltweiten Krieges gegen den Faschismus in Asien. Von der japanischen Invasion im Nordosten Chinas im Jahr 1931 bis zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde Japans am 2. September 1945 dauerte der Widerstandskrieg Chinas gegen die japanische Aggression 14 Jahre. Das chinesische Volk opferte Blut und Leben, um die Unabhängigkeit und Freiheit der Nation und die Souveränität Chinas zu verteidigen. Bis zum Ende des Krieges wurden knapp 80 Prozent der japanischen Armee auf dem chinesischen Schlachtfeld bekämpft. 1,5 Millionen japanische Soldaten fielen auf chinesischem Boden - was mehr als die Gesamtzahl aller sich im Pazifik und in Südostasien befindenden japanischen Truppen war. Damit spielte China die entscheidende Rolle für die endgültige Kapitulation der japanischen Invasoren und leistete seinen historisch bedeutsamen Beitrag zum Sieg des weltweiten Krieges gegen den Faschismus.

Der Sieg im Zweiten Weltkrieg ist der Wendepunkt unserer Geschichte. Nach dem Krieg wurden die Uno gegründet und das neue System zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit eingeführt. Die Geschichte ist das beste Lehrbuch, das Geschehenes dokumentiert und für die Beurteilung der Zukunft nutzbar macht. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind 70 Jahre vergangen. Heute ist die von Frieden, Entwicklung, Zusammenarbeit und gemeinsamen Gewinnen geprägte Zeitströmung unaufhaltsam. Die Weltgemeinschaft wird weiterhin gemeinsam die Früchte des Sieges des Zweiten Weltkriegs und die Nachkriegsweltordnung entschlossen bewahren.

China war das erste Land, das die Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet hat, und gehört zu den ständigen Mitgliedern des Uno-Sicherheitsrats. China verfolgt eine unabhängige Aussenpolitik des Friedens und wird an seinem friedlichen Entwicklungsweg unbeirrt festhalten. Das chinesische Volk ist willens, sich mit der Weltgemeinschaft einschliesslich der Schweiz für das Ziel und die Grundsätze der Uno-Charta einzusetzen, um kommende Generationen vor der Geissel des Krieges zu bewahren, die unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat.

Am 3. September hat die chinesische Regierung feierliche Veranstaltungen zum Gedenktag an den Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression abgehalten. Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Regierungsvertreter aus 49 Ländern und Verantwortliche von 10 internationalen und regionalen Organisationen nahmen an den Feierlichkeiten teil. Auch ausländische Soldaten und Offiziere waren an der Militärparade in Peking beteiligt. Die chinesische Bevölkerung wird zusammen mit der internationalen Gemeinschaft ihr Streben nach dem Frieden und ihren unerschütterlichen Willen zur Bewahrung des Friedens demonstrieren.

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