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Interview der Luzerner Zeitung mit dem Herrn Botschafter GENG Wenbing
2018/02/07

Am 30.01.2018 gewährte der Herr Botschafter GENG Wenbing Frau Isabelle Daniel, die Chefredakteurin des Internationalen der Luzerner Zeitung, ein Interview, in dem sie sich über die Rede von Herrn Minister LIU He, Vertreter der chinesischen Delegation in Davos, über das Konzept der «Schicksalsgemeinschaft der Menschheit», die Rolle Chinas auf der internationalen Bühne, die Öffnungspolitik Chinas, die Sino-schweizerische sowie Sino-amerikanische Beziehung unterhielten. Am 02.02.2018 erschien das Interview auf der Titelseite der Luzerner Zeitung und des St. Galler Tagblattes.

Der Botschafter GENG erklärte, China ist das grösste Entwicklungsland. Als Ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat trage China eine gewisse Verantwortung für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Welt, und solle Beitrag zum Fortschritt der Zivilsation der Menschheit leisten. Die KPCh ist eine der wenigen Regierungsparteien, die Beiträge zur gesamten Menschheit als ihre eigene Pflicht betrachten. Daher setze China sich dafür ein, den Weltfrieden zu stiften, zur globalen Prosperität beizutragen und das internationale System zu bewahren. Um den Aufbau der Schicksalsgemeinschaft der Menschheit zu fördern, ist China bereit, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten. Des Weiteren hob der Botschafter GENG hervor, dass China die aktuelle Weltordnung konsequent unterstütze. Die chinesische Regierung wolle weder die bestehenden Machtverhältnisse verändern noch den status quo umstürzen, um danach eine neue Ordnung zu schaffen. Es liege nicht im Interesse Chinas, irgendein Land zu ersetzen, denn den Chinesen sei bewusst, dass China die Rolle der Grossmacht übernehmen solle und dafür einen langen Weg zu gehen habe.

Bezüglich der Markteröffnung und des Schutzes des geistigen Eigentums verdeutlichte der Botschafter GENG, dass der chinesische Markt bereits geöffnet ist. Im Laufe des Jahres werde eine Reihe von Massnahmen eingeführt, um die Öffnung in mehreren Sektoren auszubauen. Gegenwärtig sind mehr als 800 schweizerische Firmen in China vertreten, deren Geschäft reibungslos lauft. Viele davon haben sogar eigene Forschungszentren in China eingerichtet. Ferner lege China grossen Wert auf den Schutz des geistigen Eigentums.

Darüber hinauas beantwortete der Botschafter GENG Fragen über die Investitionen chinesischer Unternehmen im Ausland. Herr GENG führte an, dass die chinesische Regierung chinesische Firmen von guter Qualität bei ihren Investitionen unterstüze. Chinesische Unternehmen hätten während den 40 Jahren der Öffnung grosse Fortschritte erzielt. Nun sei die Zeit, dass sie nicht nur im Yangtse- oder dem Gelben Fluss schwimmen, sondern sich auch den Herausforderungen des Ozeans aussetzen sollten. Die Investitionen chinesischer Unternehmen im Ausland seien reine Unternehmenssache, befolgten die Marktregeln und hälfen den lokalen Firmen, ihre Engpässe zu überwinden. Dabei werde an der Produktion, der Personalstruktur und der Unternehmensleitung nichts verändert. Von den Investionen chinesischer Unternehmen habe die Schweiz hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung und der Stabilisierung des Arbeitsmarktes stark profitiert.

Ein weiteres wichtiges Thema betraf die Sino-amerikanische Beziehung. Diesbezüglich betonte der Botschafter GENG, dass China und die USA als die zwei Grossmächte der Welt keine Gegner, sondern nur Partner sein sollten. In den vergangenen Zeiten gab es zwar immer wieder Schwierigkeiten zwischen China und den USA, aber die Beziehung zwischen den beiden Ländern habe sich stets weiter entwickelt. Trotz der Auseinandersetzung über die Handelsbeziehung sollten die beiden Seiten die Möglichkeit nutzen, Dialoge miteinander zu führen, so dass sie eine angemessene Lösung finden würden.

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