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Geschäftsessen des Herrn Botschafters GENG Wenbing mit Medienvertretern aus der Romandie
2018/12/17

Am 12.12.2018 hielt der Herr Botschafter GENG Wenbing ein Geschäftsessen mit Chefredakteureun von «Le Temps», «Tribune de Genève», «Bilan», «L'Agefi» und anderen renommierten Medien aus der Romandie. Herr Botschaftsrat Chen Peizhong wohnte dem Geschäftsessen bei.


Über die aktuelle internationale Politik und die Situation in China tauschte Herr Botschafter Geng sich mit den Gästen aus. Schwerpunktmässig erläuterte Herr Botschafter über den Standpunkt Chinas im Handelskonflikt mit den USA, die Erfolge der Reform- und Öffnungspolitik, die Vertiefung der Reform und die Erweiterung der Öffnung Chinas in der Zukunft. Auf die Fragen über die «Belt & Road»-Initiative, die Sino-schweizerische Beziehung, den Umweltschutz in China und die Veralterung der chinesischen Gesellschaft ging Herr Botschafter ein mit detaillierter Erörterung.
Dabei gab Herr Botschafter Geng zu verstehen, dass die internationale Politik im Jahr 2018 von Unsicherheiten geprägt sei. Alte Narben seien noch nicht geheilt, neue Probleme jedoch schon entstanden, so dass der Weltordnung ständige Gefahr drohe. Hinzu komme auch noch, dass die Hochkonjunktur des Protektionismus die Erholung der Weltwirtschaft erschwere. Man solle erkennen, dass die Sino-amerikanische Beziehung grosse Bedeutung für die internationale Stabilität und Entwicklung habe: Seien die beiden Länder freundlich zueinander gesinnt, werde die ganze Welt davon profitieren; würden sie sich aber verfeinden, trage die Welt den Schaden. China habe zwar nicht die Absicht, Hegemonialanspruch zu erheben, aber es lasse keine Provokation zu, welche Staatsinteressen, die nationale Würde oder das Recht auf Entwicklung in Frage gestellt werde.

Im Vergleich zur Sino-amerikanischen Beziehung sei die Sino-schweizerische Beziehung, so Herr Botschafter Geng, stabil vorangeschritten und durch innovative Entwicklung gekennzeichnet. Im laufenden Jahr erreichten die bilateralen Handelsvolumen einen neuen Rekord, die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen sei weiterhin vertieft worden. Die Sino-schweizerische Beziehung, auf den Prinzipien «Gleichheit, Einander-Respektieren und Zusammenbarbeit zum Win-Win-Zustand» aufgebaut, stelle ein Vorbild für die internationale Beziehung dar. Angesichtsdessen sei China bereit, die Verhandlung über das Upgrade des Freihandelsabkommens voranzutreiben. Über die «Belt & Road»-Initiative sprach Herr Botschafter Geng, dass die seit fünf Jahren durchzuführenden Projekte im Rahmen der Initiative bemerkenswerte Ergebnisse erzielt hätten. Von den Erträgen profitiere die lokale Bevölkerung massgeblich, weswegen die Initiative immer mehr Anerkennung gewinne. Gegenwärtig habe die Begeisterung der internationalen Unternehmen, sich an der Initiative zu beteiligen, deutlich zugenommen, und es sei vorhersehbar, dass der Beteiligungwille sich immer erhöhen werde.

Darüber hinaus gab Herr Botschafter Geng zu erkennen, dass die Reform- und Öffnungspolitik seit ihrer Einführung vor 40 Jahren bedeutende Erfolge herbeigebracht habe. In der Zukunft werde sich der Prozess nicht verlangsamen, und die Chinesen würden nicht zum alten Wege der Abschottung zurückkehren. Allerdings obliege es allein der chinesischen Entscheidung, in welchen Bereichen, zu welcher Zeit und in wiefern die Öffnung durchgeführt werde. Die schrittweise Vertiefung der Reform im Inland müsse den Begebenheiten des Landes entsprechen.

Des Weiteren gab Herr Botschafter Geng seine Ansichten über die aktuellen Themen der europäischen Politik und eine Vorstellung über die chinesische Umweltschutzpolitik sowie Massnahmen zur Kämpfung der Veralterung der Gesellschaft.

Die anwesenden Medienvertreter zeigten ihren Wunsch und ihre Bereitschaft, Ansichten und Standpunkte der chinesischen Seite näher zu erfahren und den Austausch bzw. die Zusammenarbeit mit Chinesen zu intensivieren.

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