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Ansprache von Herrn Botschafter Wu Ken auf der Einweihungszeremonie der neuen Visastelle
2012/03/09

Sehr geehrter Herr Stadtpräsident Tschäppät,

sehr geehrte Gäste,

liebe Freunde,

vielen Dank für Ihr Kommen. Es freut mich sehr, mit Ihnen gemeinsam die neue Visastelle feierlich einzuweihen. Mein herzlicher Dank gilt besonders Ihnen, Herr Stadtpräsident, dafür, dass Sie sich trotz Frühlingssession des Parlaments Zeit genommen haben, an der heutigen Feier teilzunehmen. Ich möchte auch diese Gelegenheit nutzen, mich für die großzügige Unterstützung der zuständigen Behörden der Stadt Bern und die Arbeit der Schubert Architektur und Zhenjiang International herzlich zu bedanken.

Eben habe ich Herrn Stadtpräsidenten und Frau Marty unsere alte Visastelle gezeigt, die früher „Pferdstall“ war, wo unsere Visastelle für mehr als 50 Jahre tätig war. Von den Bildern auf dem Bildschirm können Sie erfahren, unter welchen harten Bedingungen unsere schweizerischen Freunde in den vergangenen Jahren bei uns ihre China-Visa beantragen und abholen mussten und unsere Konsularbeamten die chinesischen Bürger in der Schweiz bedienten. Die alte Visastelle konnte weder dem Entwicklungsniveau der bilateralen Beziehungen zwischen China und der Schweiz entsprechen, noch mit dem zunehmenden bilateralen Personenverkehr Schritt halten. Bereits einige meine Vorgänger hatten vor, das Gebäude der alten Visastelle umzubauen, oder die Visastelle anderswo umzuziehen. Leider konnte aus verschiedenen Gründen nichts zustande kommen.

Während meines Antrittsbesuchs bei Herrn Stadtpräsidenten Tschäppät im September 2010 habe ich meine diesbezügliche Überlegung vorgetragen und erfreulicherweise von Ihnen eine positive Antwort erhalten. Damit haben Sie uns in unsere Entschlossenheit bestärkt, ein neues Gebäude für die Visastelle zu bauen. Auf Vorstoss unserer Botschaft hat das chinesische Außenministerium das Projekt schnell genehmigt und das Bauunternehmen bestimmt, so dass unsere Botschaft im Februar 2011 einen offiziellen Antrag auf Baubewilligung an Stadtregierung Bern einreichen und nach 2 Monaten die Genehmigung bekommen konnten. Der Grundstein wurde Ende Juli gelegt und Ende Oktober das Richtfest gefeiert. Vor einer Woche, genauer am 1. März ist die Konsularabteilung mit dem Umzug fertig. Von Projektbeantragung bis –abschluß hat es nur 15 Monate gedauert, bis unsere Konsularabteilung in diesem neuen, sicheren, praktischen, geräumigen und lichtvollen Gebäude ihre Arbeit aufnehmen kann. Mit Stolz kann ich sagen, dass das Bauprojekt nicht nur das „China-Tempo“, sondern auch die hohe Effizienz der chinesisch-schweizerischen Zusammenarbeit widerspiegelt.

Gegenwärtig sind die Beziehungen zwischen China und der Schweiz in eine neue Phase der schnellen und guten Entwicklung eingetreten. 2011 überstieg das bilaterale Handelsvolumen 30 Mrd. US-Dollar und stellte mit einer Zuwachsrate von 50% einen neuen historischen Rekord auf. Die Verhandlungen der beiden Länder über Freihandelsabkommen verlaufen zügig. Dynamischer kultureller und touristischer Austausch nimmt erheblich zu. 2011 reisten knapp 400 tausend chinesische Touristen in die Schweiz, während mehr als 70 tausend Schweizer China besuchten, die Hälfte von ihnen haben ihr Visum in unserer Botschaft beantragt.

Visa bzw. Konsularangelegenheiten spielen im bilateralen Austausch eine unentbehrliche Rolle. Gute Konsularservice kann viel zur Erleichterung der Kontakte zwischen beiden Völkern beitragen. Die zunehmenden Kontakte und Kooperationen zwischen China und der Schweiz stellen immer höhere Ansprüche an unsere Konsularservice. Mit der neuen Visastelle bieten wir chinesische wie schweizerische Bürgern gute materielle Bedingungen an. Ich hoffe, dass die Mitarbeiter der Konsularabteilung weiter den Motto „Außenpolitik dient dem Volk“ beherzigen, Konsularservice kontinuierlich verbessern und den Personenverkehr zwischen China und der Schweiz tatkräftig unterstützen.

Vielen Dank!

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