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China will Eskalation auf der koreanischen Halbinsel vermeiden
2013/01/22

Beijing

China will eine Eskalation der Lage auf der koreanischen Halbinsel vermeiden. Mit dieser Aussage reagierte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Hong Lei, am Montag in Beijing auf Berichte, wonach der Weltsicherheitsrat demnächst eine Resolution über Sanktionen gegen Nordkorea verabschieden werde.

Dazu sagte Hong Lei, China bedauere den Satellitenstart, den Nordkorea ungeachtet des Widerstands der internationalen Staatengemeinschaft im Dezember vergangenen Jahres durchgeführt habe. Dennoch solle der Weltsicherheit umsichtig und angemessen darauf reagieren. An den jüngsten einschlägigen Konsultationen des höchsten UN-Gremiums habe sich China beteiligt, fügte der Außenministeriumssprecher hinzu.

Ferner reagierte der Sprecher auf südkoreanische Medienberichte, in Nordkorea seien Raketentransporter aus chinesischer sowie europäischer Produktion entdeckt worden. China halte sich strikt an die Auflagen des Atomwaffensperrvertrages und die entsprechenden internationalen Vorschriften. Dieser Standpunkt Chinas sei klar und unveränderlich, so Hong.

Derweil kamen südkoreanischen Medienberichten zufolge Experten aus Südkorea und den USA zu der Einschätzung, dass die am 12. Dezember von Nordkorea gestartete Rakete offenbar eine Eigenentwicklung des Landes war. Die Experten hatten die ins Meer gestürzten Wrackteile der nordkoreanischen Rakete geborgen und untersucht.

In dem am Montag veröffentlichten Untersuchungsbericht das südkoreanischen Militärs hieß es, die Kernteile der Rakete seien von Nordkorea selbst entwickelt worden. Es seien keine illegal importierten Bestandteile entdeckt worden, die gegen die Vorschriften zur Kontrolle von Raketen und deren Technologien verstoßen hätten, so der Bericht.

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