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China setzt 4G-Netz-Studien fort: "Marktpotenzial"
2013/01/28

China wird die 4G-Netztechnologie, die theoretisch einen zehn- bis zwanzigfach schnelleren Internet-Zugang ermöglicht als bisher, weiterhin nur testen, teilte am Mittwoch die nationale Aufsichtsbehörde der Branche mit.

Falls es käme, würde es inländischen Unternehmen wie China Mobile, ZTE Corp und Huawei Technologies Geschäftsmöglichkeiten bieten, sagten Branchen-Insider.

"China fördert 4G-Netz-Studien aktiv, nachdem es sehr gute Fortschritte im Jahr 2012 gab", so Zhang Feng, Direktor der Abteilung für Telekommunikationsentwicklung unter dem Ministeriums für Industrie und Informationtechnologie. Zhang gab keinerlei Details an, nicht mal einen Zeitplan zur Erteilung von 4G-Lizenzen, aber bestätigte, dass die schon laufenden Studien in Shanghai, Xiamen, Nanjing, Guangzhou und Shenzhen fortgesetzt werden. Der nächste Schritt einer 4G-Entwicklung in China werde von den Ergebnissen dieser Testläufe abhängen, sagte Zhang.

In vielen Märkten Europas, aber auch anderswo, etwa in den Vereinigten Staaten, Japan, Südkorea und Hongkong wurde das Netzwerk der vierten Generation (4G) bereits eingeführt. 4G-Netze basieren auf einer Technologie namens TD-LTE (Time Division-Long Term Evolution)-Technologie, die erwartungsgemäß von Mainstream-Firmen wie Qualcomm und Apple unterstützt werden.

Zum Ende des Jahres 2012 hatte China erst 230 Millionen 3G-Nutzer. Und theoretisch wären in China 3G-Nutzer auch potenzielle 4G-Nutzer.

China Mobile, der nach Nutzerzahlen weltweit größte Mobilfunkanbieter, testet angeblich aktiv 4G-Technologien und beendete im September 2011 die erste Phase seiner Studien in sechs Städten mit 850 Basisstationen. Im letzten Jahr baute das Unternehmen nach eigenen Angaben 20.000 Basisstationen in 13 Städten und plant, diese Zahl im Jahr 2013 auf 200.000 zu erhöhen.

China Mobile unterstützt keine iPhones und verliert deshalb Marktanteile an die Rivalen China Unicom und China Telecom.

Chinesische Telekommunikationsausrüster warten immer noch auf die 4G-Netze, und investieren bereits in entsprechende Ausrüstung.

ZTE und Huawei, die zwei besten Telekommunikationsausrüster Chinas, die in Shenzhen ihren Hauptsitz haben, könnten ihre Geschäftsergebnisse verbessern, wenn es zu inländischen 4G-Bestellungen kommt.

ZTE wird voraussichtlich einen Verlust von bis zu 2,9 Milliarden Yuan im Jahr 2012 melden. könnte aber im ersten Quartal vor allem wegen des internationalen 4G-Markts die Kurve kriegen, so das in Shenzhen gelistete Unternehmen am Sonntag.

Huawei, Chinas größtes privates Telekom-Unternehmen, besitzt nun neun Prozent der Patente auf LTE-Technologien, womit es zur Nr. 1 unter den heimischen Telekommunikationsunternehmen wird.

Quelle: german.china.org.cn

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