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Chinas Umweltminister präsentiert Maßnahmen gegen Luftverschmutzung
2013/01/29

Zur Bekämpfung der Luftverschmutzung werde man der Überwachung, dem Sammeln und der Freigabe von Informationen und der Bewältigung von PM2.5-Feinstaub künftig mehr Gewicht beimessen, sagte Chinas Umweltminister, der den Kampf für saubere Luft anführt, während einer großen Anti-Verschmutzungskonferenz.

Umweltminister Zhou Shengxian verkündete am Donnerstag, es sollen bald 39 weitere Städte mit der PM2.5-Überwachung beginnen und die Messungen der Öffentlichkeit erst im Dezember mitteilen.

Ähnliche Überwachungen wurden von 74 Städten im Jahr 2012 eingeleitet. Lesungen von PM2.5-Partikeln, deren Durchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer ist und die deshalb in Lunge und Blutkreislauf gelangen können, sind einer von sechs Indikatoren, die in China nur einmal Ende des Jahres veröffentlicht werden. Die anderen fünf sind Lesungen von Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, lungengängiger Feinstaub (PM10.0 oder kleiner), Ozon und Kohlenmonoxid.

Zhou sprach anlässlich der Umweltschutzarbeitskonferenz 2013. Er behauptete, die Emissionen von Stickoxiden wurde im Jahr 2012 um 2,8 Prozent verglichen mit 2011 und Schwefeldioxid um 4,5 Prozent reduziert – in ganz China, im statistischen Durchschnitt. Das neue Ziel im Jahr 2013 für die Stickoxid-Reduktion, die vor allem aus Autoabgasen herrühren, wurde von zwei auf 2,5 Prozent angehoben.

Zhou sagte, er könne nur hoffen, dass alle Städte PM2.5-Level haben werden, die niedriger als 35 Mikrogramm pro Kubikmeter sind. Über 70 Prozent der chinesischen Städte erfüllen heute nicht einmal den aktuellen, auf dem gröberen PM10-Lesungen basierenden Standard. Der Umweltminister legte für Städte mit verschiedenen Ebenen der Verschmutzung einen Zeitplan fest, innerhalb dem sie die veralteten Standards statistisch erfüllen müssen.

"Städte mit großer Luftverschmutzung, die weniger als 15 Prozent über dem geltenden Standard liegen, sollten versuchen, bis 2015 innerhalb der Norm zu sein. Diejenigen, die den Standard um 15 bis 30 Prozent überschreiten, sollten versuchen, das Ziel bis 2020 zu erreichen. Und diejenigen, die 30 Prozent mehr emittieren, als der Standard erlaubt, sollten langfristige Pläne machen und versuchen, eine Frist für 2030 zu setzen", sagte Zhou.

Quelle: german.china.org.cn

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